Im Rundbreif unten könnt ihr nachlesen, wie der Einstieg in Pucallpa für mich war und wie mein Tag so aussieht. Dort bekommt ihr einen guten Einblick davon, was ich hier so mache und das ändert sich auch erstmal nicht. Meine Tage sind weiterhin recht voll und mit verschiedenen Arbeiten rund um den Computer und mit ihren Benutzern, die meist um Hilfe bitten
, aber auch mit praktischen Arbeiten ausgefüllt. Im Moment bin ich zum Beispiel eigentlich noch grade dran einen Betonboden herzustellen (das strengt schon an bei 35 Grad mit der Schaufel am Boden Beton zu mischen) oder die Kühlanlagen zu reinigen. Jetzt im Januar kommt dann noch eine etwas andere Arbeit auf mich zu und zwar die Vorbereitungen einer Kinderwoche. Im Februar findet auf Cashibo eine Konferenz für alle Mitarbeiter der Mission in Peru statt. Deswegen werden wir FSJler die Kinder in der Zeit beschäftigen, oder besser mehr als beschäftigen, wir wollen ein tolles Programm für sie auf die Beine stellen, ähnlich wie vielleicht ein Zeltlager. Ich hoffe echt, dass das eine gute Zeit wird und wir die Kids echt erreichen. (bes. auch wegen dem Spanisch
).
Wie geht es meinem Spanisch? Wie sieht es mit Freunden aus? …Meinem Spanisch geht es soweit ganz gut, auch wenn ich viel lieber viel besser sprechen können würde. Auf der Station redet man doch immer wieder Deutsch, mit seinen Arbeitskollegen, im Hauskreis etc. Da wir versuchen, sobald ein Peruaner dabei ist, immer Spanisch zu reden, komme ich schon dazu Spanisch zu reden und ich kann mich auch ganz gut ausdrücken, aber so oft fehlen mir noch so viele Vokabeln und dann bringt man die Grammatik doch wieder durch einander, so dass man von gut flüssig sprechen, doch noch entfernt ist. Aber seit kurzem wird auch bei uns zu Hause Spanisch gesprochen… Andreas ein Schweizer Praktikant (Franz-Schweiz) lebt seit ein paar Wochen bei uns und wir haben bisher viel Spass zusammen. Weitere Freunde… gibt es, aber nur auf der Station. Ich lebe ja 18km außerhalb von der eigentlichen Stadt und wegen der mangelnden Zeit und der Entfernung fahre ich nicht oft nach Pucallpa und dann um Arbeitssachen zu erledigen und einzukaufen, das heißt dort kenne ich niemanden. Aber auf der Station gibt es ein paar Jugendliche und ich verstehe mich sehr gut mit ihnen (wenn sie mein Spanisch verstehen
) und es macht Spaß mit ihnen etwas zu unternehmen, Volleyball oder Fußball zu spielen, oder sich einfach nur zu unterhalten.
Mein Haus? …Das wartet darauf, dass ich mich ihm auch immer wieder zuwende. Neben dem vollen Arbeitstag gibt es immer noch etwas im Haus das wartet… es muss gekocht, gewaschen, gespült, manchmal geputzt, oder der Rasen gemäht werden. Irgendwie gibt es auch da immer was zu tun und es ist zwar ech schön, dass wir ein bisschen unabhängig sind und für uns selbst sorgen, aber es macht neben einem vollen Arbeitstag doch auch immer wieder Arbeit.
Aber man lernt und kocht halt unter der Woche schnell… Nudeln in den unterschiedlichsten Formen und am Wochenende nimmt man sich dann mal mehr Zeit, was zu backen, Leute einzuladen, aufwendigere Sachen zu machen. Das ist schon schön so.
Auf der Station? …Ist es ruhig geworden. Die Bibelschulstudenten sind wieder in ihre Dörfer zurück gekehrt, das sie entweder den 2 von 4 Blöcken beendet, oder sogar ganz abgeschlossen haben. Inzwischen sind einige Lehrlinge in den techn. Kursen angekommen, das heißt im Moment haben die Schreiner einen Kurs auch in der Vieh- und Kleintierhaltung gibt es einige Studenten. Ansonsten sind einige Peruaner über Weihnachten in Urlaub gefahren und es gibt deutlich weniger Menschen auf der Station. Erst ab Mitte Januar wird diese wieder bevölkert werden. Und ab März wird dann der nächste Bibelschulblock beginnen.
Schönster Ort? …5km entferntes Altwasser (wie ein See, ein ehem. Teil des Flusses, der nur noch in der Regenzeit mit diesem verbunden ist, da das Flussbett sich verändert hat). Es macht Spaß dort mit den Missionaren, ihren Kindern, den peruanischen Jugendlichen usw. dort zu schwimmen (Vorsicht Piranhas… geht aber) und die Nachmittage zu genießen, aber am schönsten ist, wenn man in der Std. vor dem Sonnenuntergang ganz alleine dort ist und einfach Gottes Schöpfung genießen kann, Bibel lesen kann. Das ist echt toll.
Weihnachten? … Ganz anders, aber schön. Weihnachten haben wir mit den FSJlern und einem alleinstehenden Missionar zusammen gefeiert. Ich habe es sehr genossen, dass der ganze Weihnachtsrummel fehlte, es gar nicht so eine deutsche Weihnachtstimmung gab. Keine Geschäfte mit übertriebener Deko (gibt es, aber wie gesagt, ich bin selten in Pucallpa, vor Weihnachten fast gar nicht), nicht überall eine total falsche Vorstellung was Weihnachten einfach ist oder irgendwelche Traditionen (Ich weiß die sind nicht schlecht, aber ohne wars auch schön für mich). Und an Heilig Abend haben wir halt zusammen gesessen, geredet, Lagerfeuerpizza gemacht und den Tag mit Gebet und einem Austausch über das wahre Weihnachten ausklingen lassen. Es war echt schön.
Inzwischen? …Bin ich im Urlaub angekommen. Ich habe seit gestern 30.12. Urlaub und bin in Lima angekommen. Dort werde ich mit 2 Freunden aus der Gemeinde Neujahr feiern in der hiesigen Calvary Chapel und auch noch zwei andere deutsche FSJler treffen. (Mit dem einen hatte ich zusammen Seminare und die andere ist auch aus meiner Gemeinde). Und danach geht es mit den anderen FSJlern, die nach LIma nachkommen werden, weiter und wir werden hoffentlich ein bisschenvon Peru sehen. Innerhalb von 2 Wochen hoffen wir Cuzco (Machu Pichu) und Nazca, Ica und Pisco zu besuchen. Hier kann man echt cool und billig mit Bussen von Ort zu Ort reisen. Mal sehen, ich bin gespannt wie das wird.
Soviel zu mir, wenn ihr mehr wissen wollt, schreibt mir einfach FSJ-Timo(a)kosiol.de.
Ich freue mich über eure Nachrichten.
Gottes Segen und ein frohes Neues Jahr
Timo




























