Mein Urlaub habe ich sehr schön verbracht. In meinem letzten Blogeintrag habe ich ja erzählt, was ich vor habe und es ist eine echt schöne Zeit geworden. Zuerst ging es nach Cusco. Die 22,5 Stunden Busfahrt nach Cusco waren echt anstrengend, aber wir (4 andere FSJler und ich) waren froh, als wir endlich in der schönen Stadt angekommen waren. Wir haben uns ein bisschen vom Zentrum ein billiges Hotel gesucht und hatten einen tollen Blick über die Stadt. Die Stadt ist mit ihren vielen überresten, Mauern und Gebäuden aus der Inka- und Kolonialzeit sehr schön und es war schön in Cusco umher zu wandern und sich die alten Mauern oder Kirchen anzusehen.
Aber Montag ging es dann ganz früh zur Hauptatraktion los
. Machu Picchu, die alte Inkastadt in der Nähe von Cusco wollten wir besuchen. Nach 5 Stunden Bus und 2,5 Stunden Autofahrt kamen wir an einem Wasserwerk in der Nähe von Aguas Calientes, dem Ort am Fusse von Cusco an. Die Fahrt dorhin war sehr beeindruckend durch die Anden (nicht ganz so hoch, aber im Bereich 2000-4600 Meter). Viele schöne Berge, Täler, Wälder, Flüsse und Wasserfälle durften wir sehen. Besonders beeindruckend war es immer nah am Abgrund mit dem Bus vorbei zu fahren und einige hundert Meter runter zu sehen. Die letzte Strecke vom Wasserwerk nach Aguas Calientes sind wir zu Fuss gegangen. Diese 10km Wanderung war toll, da wir diese Beeindruckende Landschaft jetzt von unten sehen durften.
Nach einer Nacht in Aguas Calientes sind wir morgens um 4 Uhr zum letzten Fussweg hoch zur alten Ruine aufgebrochen. Um 6 war es soweit, dass wir eines der neuen 7 Weltwunder sehen konnten. Auch wenn anfangs sehr viel Nebel eine gute Sicht verhindert hat, so war die riesige Anlage doch sehr beeindruckend. In mitten von wunderschöner Natur sind die vielen Terassen und Treppenstufen der Inkas zu sehen. Die Anlage ist wahrscheinlich nie ganz fertig gestellt worden und dennoch bekommt man einen guten Eindruck von der Baukunst der Inkas. Es war echt toll.
Auf dem Ruckweg sind wir noch in ein anderes Dorf Ollanta für einen Tag gefahren, um ein bisschen auszuspannen, noch eine Ruine zu sehen. Auf unserem Weg dorthin mussten wir uns trennen und ich bin mit Lydia etwas später losgefahren, sodass wir im Gegensatz zu den anderen von einem Steinschlag aufgehalten wurden. Das war schon sehr spannend, als wir in dunkler Nachtan die versperrte Stelle kamen und mit vielen Leuten versucht haben die Steine wegzuräumen, in der Hoffnung, dass keine neuen fallen. Doch immer wieder mussten wir gaaaanz schnell rennen, da schon bald an der Stelle, wo wir eben noch gearbeitet hatten grosse Steine einschlugen. Zum Glück haben wir es nach guten 1,5 Stunden doch geschafft durch zu kommen.
Ein weiterer Höhepunkt für mich war nach Cusco der Besuch von meiner Gastfamilie in Arequipa. Zum Geburtstag meiner Gastschwester bin ich angereist und habe 2 echt tolle Tage mit der Familie verbringen können. Es war schön sie wiederzusehen und auch sie hat es echt gefreut, dass ich nochmal da war.
Danach bin ich nach Nazca, wo ich die anderen FSJler, die nicht nach Arequipa mitgekommen waren, wieder getroffen habe. Dort habe ich Bodenzeichnungen sehen können. Die Nazcakultur hat in den Wüstensand Linien und Bilder von Dingen und Tieren gekratzt, die zwar nicht tief, doch besonders aus der Höhe beeindruckend aussehen. Besonders wegen ihrer Grösse. Da der Steinwüstenboden sehr stark aufgeheizt wird, bilden sich dort 2 Luftschichten und der Wind kann nicht die heisse Luftschicht durchbrechen und kommt nicht mit dem Boden in Kontakt, sodass die Zeichnungen erhalten bleiben.
Von Nazca aus sind wir nach Ica und in eine Wüstenoase dort. Es war echt toll an dem schönen Ort ein bisschen zu entspannen und den Wüstensand und Hotelpool zu geniessen (super billig 5€ die Nacht
). Zum Abschluss sind wir dann noch nach Paracas gefahren, um die Islas Ballestas zu besuchen. Böse Zungen behaupten, dass es die Galapagosinseln für Arme sind, auf jeden Fall war die Bootsfahrt mit Blick auf Pinguine, Seelöwen und super viele Vögel echt toll. Ich wollte immer mal ein Pinguin sehen
.
Danach ging es dann wieder nach Lima und ich konnte einige Sachen einkaufen, die man nicht so gut in Pucallpa bekommt. Das war auch gut, und besonders konnte ich auch nochmal die Calvary Chapel dort und die Familie Bonner besuchen.
Seit 3 Wochen bin ich jetzt wieder in Pucallpa angekommen und es ist auch gut wieder hier zu sein. Die Arbeit ist gut und viel, aber es macht wieder Spass die verschiedenen Sachen zu erledigen. Grade haben wir die Strasse repariert oder ich habe auch wieder viel mit den Computern zu tun.
Besonders in dieser Zeit ist die Konferenz von Cashibo zu der die Indicamino Mitarbeiter in Peru erwartet werden. Dort wird sehr viel los sein und wir als FSJler gestalten das Kinderprogramm. Ich bin gespannt, ob unsere Inszenierung von Daniel gut werden wird. Ich hoffe wir haben viel Spass mit den Kindern und können ein bisschen von unserem tollen Gott weitergeben.
Ich bin Gott für meine Zeit hier, und besonders auch echt für den tollen Urlaub und die Bewahrung sehr dankbar. Es war super schön. Und ich freue mich auch auf die 4 Monate die jetzt noch bleiben, um auf der Station mitzuarbeiten.
Da das Internet sehr langsam ist, kann ich wahrscheinlich nicht viele Bilder hochladen, aber ich hoffe das bald nachzuholen.
- Seelöwe_Islas Ballestas
- Der Hauptplatz von Cusco
- Terassenstufen in Machu Picchu
- Überblick über Machu Picchu
- Huacachina Oase
Liebe Grüsse




